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#544:13

So bekommen Start-ups wirklich Förderungen

Johannes Wieser · qubitec Gründer

Zusammenfassung

Johannes Wieser teilt seine Erfahrung als Förderberater: Wie Start-ups die richtigen Programme finden und erfolgreich einreichen.

Übersicht

Transkript

Intro & Vorstellung

Morgen Johannes. Guten Morgen. Wie fühlst du dich heute? Großartig. Generell nach dieser Woche? Wie war deine Woche? Die Woche war super eigentlich. Also es ist immer extrem viel und intensiv und ich habe irgendwie das Gefühl, die Zeit vergeht immer unterschiedlich, meistens schnell. Aber großartig. Wie geht's dir? Mir geht's auch großartig. Wir haben ja ein paar Projekte am laufen, das weißt du. Ich bin ja eine Partnerin von deiner Firma und ich habe so gemerkt, wenn wir Video Calls machen, we wir sehen uns ja nicht so oft, dass du viel zu erzählen hast und ich habe dich ja gefragt, lass uns mal ein Podcast machen, wo ich mit dir rede quasi, wo ich dir Fragen stell. Deswegen finde ich es cool, dass du jetzt da bist. Ich bin sehr gut vorbereitet und ich bin gespannt, wie enthusiastisch du heute sein wirst. So. Ja, ich freue mich auf jeden Fall total. Ähm, freue mich auf die Fragen. Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt. Es ist für mich ein bisschen anders, logischerweise auf der anderen Seite jetzt zu sitzen und Interview zu werden. Ähm, aber freue mich sehr, dass wir es geschafft haben. Ich weiß ja, was du machst, ja, du weißt, was ich mache, aber wie würdest du Leuten erklären, die jetzt nichts mit IT oder mit Software zu tun haben, was du beruflich machst, ohne dass es wie Business klingt? Ohne dass es wie Business klingt? Stell mal vor, du müsstest deiner groß deiner Großmutter oder deiner Oma erklären, was du machst. Keine Ahnung von Technik, meine auch nicht. Wie würdest du, wie würdest du erklären, was du machst? Wir helfen Firmen in Österreich dabei, dass sie eine Förderung bekommen. Punkt. Was ist also wie was wie Förderung ist im Prinzip Geld vom Staat, es gibt staatliche Organisationen, also wir sind fokussiert auf öffentliche staatliche Organisationen in Österreich. Wir haben auch einige Pilotprojekte in der EU gemacht, aber wir sind sehr stark fokussiert auf Österreich. Ähm und ähm wir sind eben genau extrem gut darin, diese Gelder zu lukrieren für innovative Projekte. Das heißt, wenn du eine Firma hast, ähm die etwas Neues macht, etwas innovatives macht, etwas Technologisches macht, das einen gewissen Neuartigkeitscharakter hast, hat, dann können wir dir helfen, dass du eine Förderung und ein Geld dafür bekommst. Klingt gut. Ich glaube, das würden meine Oma auch verstehen. Jetzt ist die Frage, was war so der springende Punkt? Das würde mich voll interessieren, wo du gesagt hast, du wirst genau das machen. Also gab's irgendeinen entscheidenden Moment in deinem Leben? Bist ja auch schon lange Techniker, du hast doch viel Freelancing macht, aber wo war so dieser Punkt, wo du gesagt hast, ich will genau das machen? Also so genau diesen Punkt, genau das will ich machen, den gab's nicht. Also ähm man den kann mich nicht erinnern, aber es ist so ein bisschen eine Story. Also ich sag mal so, ich war 10 Jahre ungefähr angestellt und es gab einige Momente, wo ich einfach wusste äh Anstellung ist nichts mehr für mich. Es hat dann immer ein bisschen noch gedauert, bis es sich dann wirklich auch äh ergeben hat, dass es dann passiert ist. Aber ich kann mich zurückerinnern, ich war im in ich war immer Softwareentwicklung ähm und war Product Manager von einer großen Sportwertfirma in Österreich und wir haben da im mobilen Bereich äh Applikationen entwickelt, also mobile App zum Wetten, so kann man sich das vorstellen und online. Und ähm wir haben einen sehr sehr guten Job gemacht. Also wir haben den Umsatz in dem mobilen Bereich für 116 Facht innerhalb von 2 d Jahren und ich wollte halt immer Boni für mein Team rausholen oder Beteiligungen für die Leute rausholen, weil wenn das Produkt vor irgendwie 10 000 € Umsatz macht und danach ein paar Millionen im Monat und dann dann dann ist es irgendwie unfair, finde ich, wenn jemand einfach seine 2 3 4000 € im Monat verdient und wenn du einen guten Job machst, dann kriegst 200 € mehr und einen Handshake und ein Danke. Das fand ich immer irgendwie uncool und ich habe das aber in keiner Firma irgendwie gefunden, so ein Win-Win System zu schaffen mit dem Arbeitgeber und ich glaube, ich habe immer zumindest versucht einen guten Job zu machen. Früher war ich ganz jung und und hatte keine Ahnung von gar nichts. Ähm man hat halt sehr sehr viel dazu gelernt, aber dieses Win Win war mir einfach immer extrem wichtig. Und es gab einen Moment ähm eben damals, wo ich wo ich wirklich gespürt habe, okay, es gibt kein Win-Win in der Situation. Du bist locked in in dem Job. Du bist, du kriegst vielleicht ein gutes Gehalt oder wenn du das Jahrzehnte lang machst, ein guten Posten, aber du wirst da nie in diese Beteiligung rein reinkommen und das gibt's glaube ich in anderen Bereichen in in gibt's Partner, kannst du Partner werden, aber in der Softwareentwicklung sehe ich das zumindest in Österreich extrem schwierig oder gar nicht möglich und da war wirklich so ein Punkt und da habe ich gesagt, okay, wir wollen nur irgendwie 0, irgendwas Prozent von etwas, damit das einfach skaliert, damit ich die Leute motivieren kann, damit ich ein Anreitsystem schaffen kann und das wurde einfach so abgeschmettert, so geht gar nicht und und Kulturschock und dann war für mich klar, okay, ich muss da raus, ich muss was anderes machen und diese Philosophie hat sich eben eben fortgesetzt eben auch jetzt bei uns in der Firma Kubck, ich möchte mit jedem Partner Win-Win Systeme aufbauen. Ich möchte, dass wir immer gemeinsam wachsen. Das heißt, wenn wir ein gutes Geschäft machen, wenn du einen guten Job machst, das sollen immer alle beteiligen. Also bei uns sind die die Angestellten beteiligt, bei uns sind die exter einen Partner, die Vertrieb machen und so weiter beteiligt, einfach, dass wir den Erfolg teilen und auch natürlich mit dem Kunden, deswegen arbeiten wir erfolgt. Und das ist so diese Kernphilosophie, die habe ich im Angestellten nie gefunden. Mein, gibt's auch, aber in meinem Space einfach nie gefunden und das das hat mich immer angetrieben und immer das technologische, also die die Innovation, das ist der Punkt da, das wusste ich nie, das habe ich nie verstanden. Also es waren waren immer die Themen, die mich fasziniert haben, waren Innovation. Und dann habe ich immer diesen Mobile Trend beobachtet. Also, ich habe damals nach dem Studium begonnen, ähm also Informatik studiert und habe dann äh für die Forschungseinrichtung von der Fachschule gearbeitet und hab halt Mobilcrossplattform entwickelt und damals war halt so Blackberry, falls das noch jemanden was sagt oder falls jemand noch davon gehört hat, das war noch ein Ding. Ja, aber ansonsten war es jetzt so, wie kann ich Android und und iOS und Blackberry, dass ich das einmal entwickeln kann und dann ist es dreimal da. Also das ist wirklich, das ist 15, 17 Jahre her und äh dann hat mich das immer fasziniert, diese neuen Technologien. D habe ich begonnen Muster zu erkennen, dann später eben KI noch bevor das cool war, habe dann deswegen auch bevor es cool war, dann noch mal noch ein Master gemacht in Data Science. Also mich haben immer diese neuen Technologien, diese diese Fortschritte fasziniert und ähm was mich dann zu den Förderungen gebracht hat, war ich war dann Unternehmer die letzten 5 Jahre und habe unterschiedlichste Software Projekte einfach gemacht, verschiedenste Webplattformen etc. wirklich selber programmiert und ähm bin dann irgendwann aufs Thema Förderungen gestoßen, weil ein Kunde gesagt hat: "Hey, da kann man doch eine Förderung dafür kriegen." Und ich hatte keine Ahnung. Und dann sind wir halt einfach reingegangen in das Thema und habe ich mir gedacht, ähm das ist so ein geiles Angebot, weil das Geld kommt von wem anderen und wir können es uns verteilen und es soll natürlich der große Teil auf den Kunden entfallen, der das Projekt macht und äh das ist völlig klar, aber es du kannst ein Win-Win System aus diesem Angebot schaffen, dass einfach alle gewinnen und das hat mich so fasziniert einfach von der Angebots Mechanik, dass es einfach möglich ist sowas zu machen. Es verliert keiner, es gewinnen alle. ähm und dann halt immer viel mehr dazu gelernt, welche Tricks man noch anwenden kann und was man tun kann und wie kann man es optimieren, dass man einfach am Ende des Tages mehr für alle rausholt, mehr für ein Kunden rausholt und äh das, was mich antreibt, ist einfach wirklich diese Innovation, die wir, ich sage einmal it's lacking in Austria. Also es ist es ist zu wenig. Ja, wir spüren es an allen Ecken und Enden. Wir sind hinten nach, wir sind immer hinter Deutschland, Deutschland ist immer hinter USA und jetzt ist die USA immer hinter China und vielleicht im EISBS noch nicht ganz da sind sie noch vorne, aber wir sind da einfach meilenweit abgeschlagen und wir hätten die Möglichkeiten und das Geld an die richtigen Leute zu bringen und dann habe ich eine Ungerechtigkeit festgestellt, dass halt einfach nicht das beste Projekt die Förderung bekommt, sondern am Ende des Tages das Projekt muss schon gut gut sein. Ja, aber der beste Antrag und die beste Vorbereitung fürs beste Hearing, für die Jurychitzung und so weiter. Und deswegen habe ich es mir zur Mission gemacht, dass wir den richtig geilen Projekten, den richtig geilen Startups, den wirklichen Innovationen dabei helfen, dass sie eine Förderung kriegen. Ja, deswegen sind wir da. Ich nenne dich übrigens Mr. Innovation. M Innovation. Also, du bist für mich der Mr. Innovation. Ich mag wie faszinierend du das findest. Was mich jetzt interessieren würde, ähm du du kriegst ja voll viel Projekte auf Tisch, ja, und du sagst immer, wenn wir mit deinen Kunden reden, was bedeutet Innovation? Wir könnten ein Podcast darüber machen, was die wahre Bedeutung ist. Also, was bedeutet für dich Innovation? die erste Frage und die zweite ähm Ideen haben wir ja viele, wenn wir jetzt zam sitzen würden zi d Stunden, wir hätten wahrscheinlich voll die tollen Projekte, aber woran scheitert es dann, wenn man sagt, ich bin jetzt Unternehmer, ich habe eine Idee äh bis hin zu Umsetzung. Kannst du da bisschen das erklären, was nimmst du so wahr bei den jungen Unternehmen oder generell bei den Startups? Ja, was ist Innovation? Ja, gut. Ähm das ist genau der Punkt auch, warum es den Podcast gibt. Ja, weil so, also es ist ein riesiges Thema. Ich weiß, ich weiß selber nicht alles darüber. Ja, also ich ich kann nur Sachen beobachten und kann es für mich kategorisieren und bewerten und ich sehe halt, es sind neuartige Technologien, die eine große Rolle spielen, aber gleichzeitig muss es etwas sein, dass einen Mehrwert liefert. Das ist jetzt z.B. auch so das Problem, was viele haben. Du hast vielleicht eine großartige Idee, aber es muss einen Mehrwert liefern. Das heißt, die beste Idee kann ein ein wissenschaftliches Paper werden und dann in der Schublade verschwinden und keiner verwendet's. Mhm. Und der und der Mehrwert liegt aber darin und das ist auch so aus meiner History agile Softwareentwicklung gekommen, du musst halt delivern, ja, du musst halt dem Kunden was liefern. Du musst am Ende des Tages einen Value kannst du nur dazu produzieren, wenn du ein Problem für ein Kund löst und der ein Mehrwert dadurch hat und da steckt halt das drinnen, dass du umsetzen musst. Du musst halt Dinge wirklich auch tun und und dann hängt halt das auch dabei. Das sieht man auch bei den vielen Kunden. Du musst es tun und musst es tun können. Also es ist nicht nur diese Neuartigkeit, sondern es ist auch die Umsetzung, weil es kommen auch sehr sehr viele Leute und du kennst das aus dem täglichen Ding, die sagen, ich habe jetzt die Idee und ich sag dir die Idee nicht und und das ist wirklich einzigartig und so und ich will das nie abwerten. Also da draußen sind geniale Ideen auch von Leuten, die sich nicht trauen auch nur jemanden eine E-Mail zu schreiben oder sich nicht trauen rauszugehen und und das jemanden zu erzählen. Ähm, aber meistens ist es schon so, es gibt Ausnahmen, Pharma und so weiter, aber meistens ist es schon so die die Idee alleine, die ist extrem wichtig, aber die Idee alleine ohne Umsetzung ist einfach nichts wert. Und dann gibt's extrem viel dieses Thema mit ich mache jetzt mein Patent und so weiter und das sehe ich halt voll aus dieser und bitte wieder, es gibt Ausnahmen, aber es sehe ich voll aus dieser agilen Brille. Wenn du jetzt drei Monate in ein Patent investierst, dann hast du drei Monate verloren, wo du nicht an deinem Produkt arbeitest. Z.B. sehr kontroverse Aussage, aber Tesla hat damals die Patente hergeschenkt an die anderen Automotives, weil sie gesagt haben, wir brauchen Competition, hier sind die Patente. Macht's mal, weil sie wissen, dass sie schneller und besser sind als die anderen. Und diese Umsetzung ist einfach das Wichtigste, weil du kannst alle Patente offenlegen, wenn du das Produkt einfach immer, wenn du immer zwei Schritte voraus bist, dann brauchst du keine Angst haben. Und das liegt auch an diesem äh du weißt, dass du es kannst, du weißt, dass du schnell bist, du weißt, dass du gut bist. Ähm, das gehört auch einfach dazu. Also, du musst es auch können am Ende des Tages. Zur Umsetzung eine Frage. Ist es wichtig, dass man ganz genau weiß, wie man es macht? Oder ist es wichtig, dass man ins Tun kommt? Weil ich weiß ja bisschen so, worauf man bei Innovationsförderungen oder generell so schaut. Da wird ja auch so bisschen darauf geachtet, dass man nicht ganz genau den Weg schon weiß, sondern so ein bisschen neuiges erforschen muss, Sachen finden muss. Was kannst du zum Thema Umsetzung sagen? Ja, also ich ich komme sofort auf deine Frage zurück. Ich wollte noch eins sagen, nämlich genauso wie mit den Patenten, wo du Zeit verlierst, wenn du es wenn du das Patentantrag machst und mit den Anwälten und Geld kostet und Zeit verlierst, wo du in deine Innovation stecken könntest. Genauso ist es auch mit dem Förderantrag, weil und das sagen alle guten Startups sagen, ich nehme mir jemanden, der mir den Förderantrag schreibt, weil wenn du das noch nie gemacht hast, erstens kannst du es nicht so gut und zweitens du versemmelst 6 Wochen, 8 Wochen, das sind 90 Seiten Förderantrag bei einem großen Basisprogramm, ein riesiger Kostenplan, wo du wo du am Anfang nicht genau weißt, welche Kostenarten es gibt und so weiter und das hält dich da auf, dass du dein Produkt entwickelst. Und jetzt zu deiner Frage, ähm es geht, glaube ich, sehr stark um diesen Forschungscharakter, oder? Ja, Innovation generell auch. Ja. Ähm, der Punkt ist der ähm und da da geht's auch sehr stark im Förderbereich darum, wenn du schon genau weißt, was die nächsten 100 Schritte sind, also z.B. Du machst eine Softwareplattform und da gibt's ein Payment und und dann gibt's eine Registrierung und dann gibt's ein Login und eine Anmeldung und du musst die Sachen nur machen, dann ist bist du meistens auf einem Weg, der jetzt nicht super neuartig ist. Es ist trotzdem schwierig und trotzdem komplex und ich will niemanden davon abhalten, das zu tun, weil es großartige Dinge daraus entstehen können. Ähm, aber gerade in dem Bereich Richtung Forschung und wirklicher Innovation ist es eben so, dass du ein Ziel hast und sagst, ich weiß nicht, wie der Weg dahingeht. Genau. Und das ist eigentlich die Vorbedingung für jedes Startup, weil du du weißt nicht, wie der Weg ist und das gilt dann auch für Förderantrag zu sagen, auch wenn du dir jetzt imaginär vorstellst einen Disf Leuten und die fünf besten in dem Bereich, die fünf besten Wissenschaftler in deinem Bereich, die fünf besten Programmierer sitzen zusammen und die wissen auf die schnelle auch nicht, das ist der Weg, wie man es macht, sondern sie könnten nur sagen und einschätzen, okay, das wäre eine Lösungsvariante. die könnte funktionieren. Das wäre eine zweite Lösungsvariante, die könnte auch funktionieren. Jetzt müssen wir mal eine ausprobieren, wo wir glauben, das ist die beste und dann können wir sie vielleicht gegen die die zweite austauschen, sollte es nicht funktionieren und dann hast du meistens Projekte, die auch scheitern können. Und das ist genau ein zentraler Punkt von Innovation. Das sind Projekte, das sind Umsetzungen, die auch scheitern können. Deswegen ist es so wertvoll. Deswegen sind diese Startups teilweise früher, teilweise später extrem hoch bewertet. Mhm. Weil du was machst, was extrem schwierig ist, weil der Wert liegt darin, dass du was tust, was ein anderer nicht tun kann, dass du einen Weg gehst, den ein anderer nicht gehen kann, weil er die Fähigkeiten nicht hat, weil er das Team nicht hat, weil er die Ressourcen nicht hat. Und dieses es muss schwer sein, damit es wertvoll ist. Das ist irgendwie logisch. Also, wenn du ins Fitnessstudio gehst und es es ist nicht schwer, ja, dann wirst du kein Sixpack kriegen oder wirst du keine Muskeln haben oder wirst du nicht abnehmen. Es ist einfach schwer. Deswegen will es jeder haben und deswegen ist es wertvoll. Also äh und so zeichnen sich diese Innovationsprojekte auch aus und die größten Forscher, die auch hier gesessen sind, die die haben halt die größten Probleme, wo alles sagen, also die die wollen die größten Probleme lösen, wo alle sagen, es kann gar nicht gehen. Mhm. Aber und das ist für mich der zentrale Punkt, deswegen gibt's auch den Podcast und deswegen heißt der Podcast Inside Out Innovation. M du musst von innen nach außen erschaffen. Du musst selber zuerst glauben, dass es geht und dann musst du dir zulassen überhaupt darüber nachzudenken, wie könnt es gehen, weil dein Gehirn ist extrem mächtig. Du brauchst eigentlich nur eine Frage stellen. Wie kann ich eine Million Euro verdienen? Wie kann ich Förderung bekommen? Wie kann ich dieses und jenes Problem lösen? Dein Gehirn hat dann automatisch Mechanismen, das versucht diese Probleme zu lösen. Und dann, wenn du diese Gedanken mal denken kannst, dann dann musst du es aussprechen, dann geht's nach außen und dann, wenn du es aussprechen kannst und dann noch selber selbstbewusst dabei bist und und andere dafür begeistern kannst, dann kannst du andere Leute mit an Bord bringen und die können dir helfen, das umzusetzen und dann wird's real und das heißt für mich entsteht einfach die Innovation immer von innen und geht dann nach außen. So, deswegen heiß der Podcast die Erklärung dafür, we das wollte ich dich auch noch fragen. Geh mal kurz zur Startup Szene. Ich also ich bin mir ich bin überzeugt, dass du mit sehr sehr vielen Startups und Unternehmern zu tun hast. Was nimmst du gerade so wahr? Also, wie ist die Szene? Ähm welche Schwierigkeiten haben die oder vor welchen Problemen entstehen die oder was machen sie am meisten falsch? Wie nehme ich das wahr? Also, ich nehme wahr, dass die die Startup Bubbles selber jetzt radikal ehrlich gesprochen, vielleicht ein bisschen kontrovers, ähm ein riesiger Mechanismus ist europaweit und weltweit, wo wo jetzt eine Finanzbranche am Ende des Tages drauf sitzt und sagt, du kriegst das Investment und wenn du das Investment bekommst, dann musst du das und das entwickeln und jeder läuft dem Investment nach und jeder läuft dem Exit nach und dann wollen sie alle dann 100 Millionen oder was auch immer machen. Und das ist ja geil. Ja, also versteht's mich nicht falsch, aber der Punkt ist der, die Leute glauben, sie kriegen ein Investment und und der Philipsessen hat 400 000 bekommen, aber das ist halt dann erst der Anfang. Also, wenn du beginnst drüber nachzudenken, ein Startup zu machen und dir schon überlegst, dass du den Exit machst, ähm sobald das erste Investment hast, brauchst eigentlich schon, also beginnst eigentlich schon am zweiten zu arbeiten und das geht immer und immer weiter. Das ist so eine riesige Karotte, wo die Leute immer nach und nach und nach laufen und da ist sicherlich sehr, sehr viel, ich sag mal, ähm gewollt, dass das so ist, weil die ganze Szene und die Innovation, die da am Ende des Tages rauskommt, die ist einfach sehr stark auf das orientiert. Ähm und das ist einerseits gut, andererseits sollte man es auch einfach sehen, dass es so ist. Das heißt, man sollte jetzt nicht blauugig reingehen und glauben, man kriegt eine Million Invest, was möglich ist und dann dann liege ich auf dem Strand und alles ist gut. Dann geht's erst richtig los. Also, wenn du es machst, dann musst du dafür brennen und dann musst du dann musst dann muss es dein Baby sein und dann musst du wirst dann und du wirst dann einfach jeden Tag den ganzen Tag an dem arbeiten und wenn du dann Investor im Boot hast, dann wird noch mehr Druck und noch mehr Stress da sein und dann wirst du noch mehr liefern müssen. Ähm, dann gibst du Teile von deiner Firma ab und viele sind da einfach sehr naiv. Das sehen einfach viele gar nicht, aber ähm das ist gleichzeitig auch eine großartige Chance, weil die die guten sich dadurch dann einfach durchsetzen können. So, die jagen wirklich so dem Geld nach. So ein bisschen ähnlich wie in der Musik. Du weißt, ich bin Musikerin. Die Frage ist, mache ich Musik, weil ich es will oder weil weil ich das meine Passion ist und weil mir es wichtig ist, irgendwas nach außen zu tragen oder mache ich es, weil ich damit Geld verdienen will. So das man merkt es so extrem auch beim im täglichen Arbeiten, wenn man irgendwas macht. Warum machst du es? Ja, ich find Geld ist die schlechteste Motivation, glaube finde ich. Ich bin ich 100% der Kor. Also, wenn du es nur wegen dem Geld machst, ja, dann es kann funktionieren, aber es wird unheimlich anstrengend werden, wenn du es machst, weil du es einfach das ist, was dir liegt und was du machen willst. Ähm, dann wird dir immer Freude machen. Dann kommt das Geld von selber. Ich sage immer, das Geld folgt der Freude. Am Ende des Tages ist es so. Ähm und ähm ich will ja jetzt nicht auf Investoren oder so drauf rumhacken, aber da ist einfach viel Stress und viel Druck, der über diese Investmentszene da reinkommt. Das muss man sehen, das muss man wahrnehmen, das kann man als Werkzeug nutzen für den Startup, aber man muss es halt auch sehen. Ähm wenn du dir z.B. eine Förderung holst, dann gibst du keinen Anteil von deiner Firma ab. Ja, klar hast du da Reporting Mechanismen und so. Du wirst dann auch vielleicht das ein oder andere mal überprüft, ob das wirklich alles auch super von der Abrechnung und so weiter gestimmt hat, aber du gibst keinen Teil von deiner von deiner Firma ab. Wenn du ein Investor in deinem Boot sitzen hast, der dir sagt, was du wann und wo zu tun hast, der Mitspracherechte hat über deine Firma, der sagt: "Nein, du machst jetzt nicht das, sondern das." Und am Ende des Tages, wenn du ein Exit hast, dann hast du vielleicht noch irgendwie so dieses, dann bist du noch ein verpflichteter Angestellter für zwei Jahre, kriegst ein tolles Gehalt, kriegst ein tolles Geld. 50% von den Zahlen, die online lest mit den Exit ist eh steuern. Das kann man auch noch mal rausrechnen und die Anwälte kriegen auch noch was. Ähm, aber da gibt's einfach viel, was man bedenken sollte. Und deswegen empfehle ich den Leuten immer beginnt's mal mit dem, was ihr könnt, beginnt's mal klein, denkt's riesig, überlegt euch schon von Anfang an, wie sie Geld reinholt, aber schaut euch auf jeden Fall das Thema mit der Förderung an, weenn man kann sehr leicht die ersten Schritte mit der Förderung machen, man kann sehr leicht da Geld reinkriegen, am Anfang nicht die riesigen Summen, aber schrittweise aufbauen, mit einer kleinen Förderung anfangen, an, mit einer größeren weitermachen. Ähm und äh den Investor wirst du über kurz brauchen, wenn du groß wirst. Aber bedenke, dass du nur Investoren reinholst, die die das auch so sehen, wie du das siehst. Es ist so bisschen so Seele verkaufen, wenn du wenn du wenn du am Anfang die falschen Entscheidungen triffst, weil du getrieben bist von irgendeinem Investment. Ähm, ich glaube, dass über kurz oder lang, dass das die Leute voll bereuen würden. Hast du denn irgendeine Geschichte, wo du sagst, äh vielleicht auch aus aus deiner Firma aus der Kubite, wo du sagst, das ist eine Erfolgsgeschichte? Ähm, das war genau jemand, der so eine Vision hatte und überlegt hat, dann gegründet hat und jetzt irgendwas. Vielleicht kannst du uns irgendwas aus dem Nähkästchen erzählen, was noch nicht auf der Webseite ist. Was noch nicht auf der Webseite, auf der Webseite sind kurze Stories. Ähm äh es ist aber glaube ich cool, wenn man das erzählt. Z.B. Der Felix ist se auf der Webseite. Der der Mann macht äh äh im Bereich Drohnenmodellflug ganz viele verschiedene Sachen für die Filmindustrie. Das heiß der fliegt mit der Drohne und hat eine Kamera und ähm kann da spezielle Dinge tun, kann sehr sehr viel äh besondere Sachen machen, also kann mehr Gewicht transportieren und kann schneller fliegen und so weiter. Ähm und der ist Tanzlehrer, also der hat sein Leben lang Modellbau gemacht und ist da mitgewachsen. Hat selber eigentlich gar keine Ausbildung in dem Bereich. Ich glaube, er war in der HTL, hat dadurch die Basics und ähm hat sich immer über diesen Modellflug alles dann über Drohnen beigebracht. ist ein absoluter Nerd, ist absolut begeistert von dem, was er tut, weil er nur für das lebt und für das brennt. Und er war auch äm Wettkampf Tänzer und äh deswegen dann auch Tanzlehrer und hat sich so sein Leben finanziert, hat immer nur diese Drohnenflugsachen gemacht und so nebenbei und so viel Zeit wie möglich und wir haben mit ihm gearbeitet und ähm äh der war so begeistert von dem Thema, dass ich gesagt habe, wir machen das einfach. äh haben den Förderantrag ausgearbeitet, haben eine Förderung bekommen und der hat s mal auf jeden Fall das erste Jahr komplett finanziert und hat gesagt, er ist so dankbar, es stalkt ihm so, er kann jetzt zumindest ein Jahr und sein Lebensstandard ist relativ low, also äh der könnte dem Geld wahrscheinlich auch länger hantieren, nur an diesen Drohnen rumbauen und und kann seinen Job jetzt kündigen, kann seinen Tanzlehrerjob am Nagel hängen und und an seinen Droh rumschrauben und das ist halt das ist halt mega, oder? Im letzten Podcast war da war der Manuel Mertel von Teagbase und die haben hal immer so das Problem gehabt in der Firma, wenn man gründen, dann müssen wir irgendwie Patentkosten und Gründungskosten und Investor suchen. Du hast immer so dieses Henne E Problem. Du brauchst irgendwie ein Investor oder du brauchst Geld oder du hast selber Geld oder du hast kein Geld. Mit der Förderung kannst du das durchschlagen und die haben auch eben ähm mit mit einem super Projekt, also die machen Product Authenticity, also du kannst dann mit einem NFC TEAG ohne App kannst du dann ähm sicherstellen, dass ein Produkt z.B. Flasche Wein oder ein Luxusprodukt auch wirklich das ist, was es ist. Ähm und da haben wir ein Projekt gemacht, sie haben eine Förderung bekommen, damit können sie auch, ich glaube auch mehr als das erste Jahr jetzt einfach die Firma betreiben, konnten deswegen gründen, ähm können auch viele Vorgründungskosten damit reinnehmen und und die nächsten Schritte einfach machen. Und das sind so einfach die Stories, die finde ich einfach sensationell und dafür dafür machen das. Ich würde noch mal gerne über Ideen reden. Mhm. über so diese Gedanken, die man sie die man sich macht, bevor man vielleicht eine Firma gründet. Woran scheitern die meisten Ideen? Was glaubst du oder was nimmst du wahr? Ähm, könnte jetzt auch kontroverse Antwort sein, aber ich höre das jeden Tag. Okay, das ich habe die und die Idee, das gibt's noch nicht. Erstens einmal sage ich vorweg, es ist kein Problem, wenn es das schon gibt. Du musst es ja nur besser machen als die anderen oder ein bisschen anders. Oder z.B. wenn du jetzt eine HR Plattform machst und dann hilfst du, dass das CVs mit KI aussortiert werden. Keine Ahnung, das höre ich auch irgendwie jede Woche einmal. Ähm, es ist ein mega Thema und du kannst innerhalb diesen riesigen Thema immer bestimmte Uscases finden, die du nicht so gut machst wie die großen HR Plattformen und dann hast du wieder ein neuartiges Produkt. Also lasst euch davon nicht abhalten. Aber allein die Aussage zu sagen, das gibt so, das gibt's nicht und ich mache einen KI Search und habe in 2 Minuten 14 Produkte das gleiche machen, sagt mir einfach, dass ihr da nicht genau genug drüber, dass die Person nicht genau genug drüber mal nachgedacht hat. So, das ist das eine. Mhm. Ähm, das andere ist das ist ja das Problem. Genau. Woran woran scheitern die Ideen meistens? Der zweite Punkt ist dann der, dass man eben so stark mit der Lösung denkt. Mhm. Du denkst halt, du findest was cooles und du denkst dir, die Lösung könnte ich bauen und die Lösung konnte ich bauen. Ich war da auch viele Jahre meines Lebens, weil wenn du Techniker bist, dann dann willst du jetzt Sachen bauen und dann bist du fasziniert von dem, was du baust. Aber du musst eigentlich immer hardcore aufs Problem gehen. Und das ist für mich als Optimist, ich bin heilloser Optimist, ist das das Schwierigste überhaupt, weil du die ganze Zeit über Probleme nachdenken musst. Welches Problem hat der Kunde? Äh, was ist überhaupt das übergeordnete Problem? bis er zu dem Problemen überhaupt kommt. Welche fünf anderen Probleme hat er vorher? Und da kannst du den Kunden abholen und damit kannst du auch viel leichter die Leute dafür begeistern, weil wenn du jetzt sagst, du machst sein AI Tool und keine Ahnung was, kennt sich ja keiner aus. Mhm. Wenn du aber über das Problem vom Kunden in der Sprache vom Kunden redest, Development, dann verstehen dich die, weil das ja ein Problem ist und dann zu sagen, okay, welches Problem ist das? und wirklich ehrlich kannst doch mit der KI einfach drüber reden. Die wird dir das ehrlich sagen, wenn du dich wirklich ehrlich reflektierst und sagst, ist das wirklich ein Problem, was in der Zielgruppe, die ich habe, w ich mir überlege, das ist der Franz und das ist die Susi, die würden das, die haben dieses Problem, ist das wirklich ein Problem, was die Leute haben, was Problem Nummer eins oder zwei in deren Leben ist. Wenn das nicht Problem eins oder zwei in unserem Leben ist, dann ist es weg. Unsere Leben sind so busy. Jeder ist so busy. Jeder hat einen Job. Die Leute haben Kinder zu Hause, die Leute haben Wohnung, die haben Stress, die haben Beziehung, die haben das. Die kümmern sich immer nur um Problem Nummer 1 und vielleicht Problem Nummer 2\. True. Das heißt, es tut mir ein bisschen weh, das zu sagen als Optimist, aber das Problem zuerst zu nehmen und vorher einfach sich genau anzuschauen, was mache ich und es braucht halt einfach eine gewisse Tiefe. Du musst dir das halt einfach in einer gewissen Tiefe alles reinziehen und es ist super easy, das mit KI zu recherchieren. Was gibt's, was gibt's nicht, welche Probleme gibt's? Du kannst dir eine Person erstellen mit Chat GPD oder Gemini oder was auch immer du verwendest, kannst dir eine Person erstellen, sagen, das ist jetzt mein Franz oder meine Susi und die haben dieses Problem. Was machen die den ganzen Tag? Wann denken die über das Problem nach? Wo genau fangt der einen Problem an? Was ist die emotionale Komponente von deren Problem? Was ist der Schmerz, den sie haben? Und dann dann kannst du dir überlegen, wie du dieses Problem dann löst und dann kannst du es mit Technologie lösen. Und das tut mir auch weh, das zu sagen, weil ich auch 10 Jahre da war. Die Technologie ist nur das blöde Werkzeug, das einfach nur hilft, dass das dann passiert. Also, es geht darum, echte Probleme von Menschen zu lösen. Und je größer das Problem, desto größer die Herausforderung und desto wertvoller ist es am Ende des Tages das zu lösen. Es erfordert anscheinend auch voll viel Reflexion. Stell vor, du hast so eine Idee und bist voll überzeugt davon und denkst, du hast so irgendwas tolles, dann tippst es in die KI ein und kommst drauf. Das ist eigentlich gar nicht so innovativ. Oder vielleicht tippst du es auch so in die KI ein oder recherchierst so, dass du ja nicht drauf kommst, dass es vielleicht schon wer anderer gedacht hat und so weiter. Also weißt du was ich meine? So diese Selbstreflektion zu sagen, ich ich gehe ich schaue jetzt über ein Tellerrand hinaus und und vielleicht ist meine Idee doch nicht so gut. Also ich nehme das schon noch wahr generell, dass Menschen so bisschen festgefahren sind. Was sagst du dazu? Was sage ich dazu? Mir geht's jeden Tag so. Ich ich hinterfrage mich jeden Tag selber, weil die Frage ist immer auch wir in der Firma, also wir glauben jetzt die Förderstelle hat das so und so, weil wir seh wir sehen ja nicht was die intern machen. Ja, also sagen, wir glauben, die haben das jetzt so beurteilt, weil und dann hole ich uns immer zurück und sag, okay, was wissen wir wirklich? Also es ist wirklich ein Suchen nach der Wahrheit, weil es macht keinen Sinn, sobald du irgendwas glaubst, dann gehen all deine B in deinem Gehirn an und du hast dein confirmation Buas und du hast da gibt's eine Liste an B, kannst dich alles reinziehen. Ähm und dann dann dann hängst du auf diesem Dingen fest, wo du es wirklich nicht zu 100% weißt und dann versuche ich mich immer runterzollen sozusagen und sagen, okay, was wis man eigentlich wirklich? Also wirklich Groundtrh, was weiß man wirklich und es gibt einfach Sachen, die kann man recherchieren und deswegen ist es auch in den in den guten Startups und so h Peachtext, wo du wo du hergst und sagst, okay, was ist was ist wirklich der Markt? Und ich ich kenne das schon in vor allem in der Startupszene, dass man einfach immer übertreibt, dass dass da mehr größere Zahlen stehen und so weiter, aber für sich selber sollte man ehrlich sein und sagen, okay, was ist wirklich das Problem? Was ist wirklich der Markt? Wie viele Leute kann ich wirklich erreichen? Also, dass man da wirklich einmal selber in die Tiefe geht und sagt, okay, was ist da jetzt wirklich wahr? Weil du tust dir ja keinen Gefallen damit, wenn du dich selber verarscht sozusagen. Ähm äh weil in der Long Run wirst du damit äh nur dir selber Probleme machen, wenn du was lösen willst, was gar nicht relevant ist. Ja, ich merke auch irgendwie so, dass die Leute so oft Zwang oft irgendwas suchen, was irgendein neues Projekt oder irgendeine Innovation. Findest du nicht auch, dass es so ein bisschen intuitiv passiert? Du bist in einer Branche oder du lebst, du siehst etwas, machst da halt viel Gedanken, weil dieses innovative Denken oder dieses fortschrittliche Denken ist so bisschen Mindset, weißt du? Dann bist du irgendwo, weiß nicht, Fußballszene, Musikbranche, whatever, siehst, wie die Dinge laufen und denkst da, hey, ich muss da was verändern. Also irgendwie passiert es auch so, dass man so die Idee kriegt für etwas. Ich habe so das Gefühl, dass manche so haschen nach dem "xt big thing und das fühle ich irgendwie nicht". Wie nimmst du das wahr? Ich glaube, ähm so wie du sagst, man spürt's irgendwie eh, aber das ist das ist, glaube ich, sehr individuell. Manche Leute sind empathisch schon manche weniger, aber ob jemand wirklich dafür brennt, das spürt man meiner Meinung nach. Ähm, ich glaube aber, dass es dass es prinzipiell gut ist mit diesen offenen Augen durch die Welt zu gehen und dann zu sehen, wenn du jetzt dich mit Fußball oder bei dieses Musik beschäftigst, dann kennst du dich ja in deiner Szene aus und dann weißt du ja Sachen in deiner Szene, die alle anderen nicht wissen. Bei uns ist es halt Förderungen. Ich kenne mich mit Förderungen, ich ken mich mit Software aus. Das ist halt genau meine Nische, da ken ich mich aus, da kennen sich wenige andere aus. Und wenn ich da Probleme finde, dann sind sicherlich äh ähm Probleme, die vielleicht einen Mehrwert für alle anderen haben. Und du wirst auch bestimmte Probleme bei dir sehen, die auch nur du sehen kannst, weil du in dieser Bubble bist, weil du das lebst, weil du da drinnen bist, weil du da all in bist. Ähm und das ist schon sehr sehr wertvoll, das das zu sehen, aber dann diese ehrliche Reflexion zu sagen, ist das wirklich ein Problem? Können kann man das wirklich lösen? Macht das Sinn, das zu lösen? Ähm, aber ich nehme das schon auch ein bisschen wahr, sozusagen so dieses ja, das next big Thing und das nächste und das nächste und das nächste, aber das ist für mich eine Funktion von mangelnder Tiefe, weil du dann halt einfach immer schnell zum nächsten gehst, schnell zum nächsten gehst, weil hat nicht funktioniert. Die Leute haben gesagt, nein, geht nicht. Der der Philip ist daagesen vor zwei Wochenage. Der ist daagesen, der gesagt, die Leute haben ihm alle irgendwie gesagt, also ich habe es so wahrgenommen, hat ein bisschen anders gesagt, aber für mich war das so die Wahrnehmung. Er er baut eine neue Klimaanlage und die Klimaanlage braucht den halben Strom und und du brauchst kein Splitgerät und alle haben alle haben ihm gesagt, ja, irgendwie geht schon, aber eigentlich nicht, aber es ist eigentlich ein unlösbares Problem. Und er hat einfach immer gesagt, ich gehe wieder weiter und ich gehe wieder weiter und das ist halt was anderes zu sagen, na dann das nicht, dann nehme ich das nächste, bis mir irgendwer sagt, ja, das ist gut, da wirst du halt äh genau dieses Thema, dass man an diesen Widerstand kommt, wo es schwer wird, weißt du, weil wenn alles nur so einfach ist, ähm du brauchst wig, du brauchst den wichtig, weil ohne den Widerstand ähm wird's nicht wertvoll, weil genau der hält ja 99,9% der Leute davon ab weiterzumachen. Aber wenn du dann weitergehst, ja, Mann, das ist auch so diese Kilometer auf die Straße bringen, das ist generell, weil wir vorhin davon auch von Ideen geredet haben, was die Idee, aber da noch wirklich die Kilometer auf die Straße bringen, es zu machen und dran zu bleiben und den Wier Widerständen zu trotzen. Ich nehme das extrem wahr. Ich ich bin jetzt nicht so in in im Thema Förderungen, also ich bin jetzt nicht so lange in dem Business, aber generell so bei den Menschen, dass sie nicht dran bleiben können und dass sie zu schnell aufgeben. Was deine Wahrnehmung? Ja, also ich glaube, es ist auch nicht ist erstens einmal nicht für jeden ähm eine Firma zu gründen, einen Startup zu machen. Ich glaube, das ist einfach nicht everybodys Business. Ich glaube, das ist auch gut so, dass es so ist, weil wenn jeder jetzt Gründer wäre, alle 100%, dann würde ja keiner, dann würde ja, wir brauchen ja alle anderen Funktionen auch. Wir brauchen Leute, die ein Office Job haben, wir brauchen Leute, die Programmierer sind. Wir brauchen Leute, die angestellt sind. Aus gesellschaftlicher Perspektive. Es kann ja nicht jeder Gründer sein. Es hat auch nicht jeder das Mindset dazu. Ähm und das ist das ist das ist okay so. Ähm, aber es ist halt fürs Leben einfach gedacht, wenn du jetzt nicht jetzt die die wenn du die Persönlichkeit dazu nicht hast, klar kannst du dich weiterentwickeln, klar kannst du besser werden, aber wenn es einfach nicht dein Ding ist, dann tust du dir ja keinen gefallen, das zwanghaft machen zu müssen, weil dein Leben dadurch anstrengend und schwer wird. Also, wenn du es nicht wirklich wirklich machen willst, wenn du nicht wirklich dafür brennst, dann ist es wahrscheinlich gescheiter, es nicht zu machen und was anderes zu machen. Es gibt coole andere Sachen, die man machen kann. Es muss kein Startup sein. Du kannst doch, wir sind eigentlich auch kein Startup, wir sind eine Agentur. Du kannst eine Agentur machen. Du kannst aber auch geile Angestellten Jobs machen. Du kannst im Vertrieb sein, kannst fette Provisionen bekommen. Du kannst du kannst in vielen Bereichen extrem viel machen. Es muss kein Startup sein. Egal, was du machst. Hab letztens irgendwo den Satz gehört, ähm wenn du jetzt Hausnummer du verdienst 40.000 im Jahr und du hast aber einen Lebensstil, der kostet dich 30.000 im Jahr, dann hast du ein glückliches Leben, wenn du wenn das für dich alles cool ist. Wenn du aber einen Lebensstil fährst von 100.000 im Jahr, du hast nur 80.000 1000 im Jahr, dann wird dein Leben einfach anstrengend, schwer, schlecht und schmerzhaft sein. Ähm, das heißt, du hast ähm bestimmte Persönlichkeitseigenschaften, das kann man sich anschauen, äh das kann man sich auch reflektieren, da gibt's auch Tests dazu, Personality, Big Five, was auch immer. Und dann siehst du einfach, es gibt halt Menschen, die sind viel arbeitsamer und können länger dran bleiben als andere. Und das eine ist nicht besser oder schlechter, das sind einfach dann andere Nischen ähm in in anderen Jobs, in anderen Funktionen und bis dann in anderen Dingen. Gut, oft sind Personen, die super kreativ sind, nicht so fleißig und können immer so dran bleiben. sind einfach Häufungen statistisch in Persönlichkeiten, in Persönlichkeitsmodellen und das hat andere, also du kannst dann extrem coole Ideen generieren und dann kannst du vielleicht irgendwas kreatives machen in die Richtung, aber du bist dann keiner der 60 Stunden, 80 Stunden, 100 Stunden die Woche durchziehen kannst. Das macht sich einfach kaputt. Das so einfach so die Sinnhaftigkeit in seinem Leben zu finden. Ich glaube, das muss eh jeder jeder für sich finden. Ähm lass uns noch mal kurz über die Förderanträge schreiben äh reden. Was würdest du w sagen äh der sagt ja so ein Förderantrag, das bisschen Papierkram, das kriegen wir selber auch hin. Ja, go for it. Also klar, es ist Papierkram, also das stimmt schon. Am eines Tages schreiben wir ein Blattpier oder zwei große Blattpapier, aber sind halt 50 bis 90 Seiten. Du brauchst einen roten Faden. Das was oben steht auf Seite 2 muss zusammenpassen, was unten steht auf Seite 50 oder auf Seite 80\. Das technische muss mit dem wirtschaftlichen zusammenpassen und du musst ein Kostenplan machen, äh was meistens so ein riesengroßes Excel ist mit je nachdem, was du für Kosten hast, kann es eine große Komplexität erfordern und mit jeder bei jeder einzelnen Frage kannst du einen Fehler machen, der einfach dazu führt, dass die Förderung abgelehnt wird. Im Kostenplan reicht ein Fehler, kriegst Ablehnung. Ähm bei bestimmten zentralen Fragen fehlt einfach ein passt einfach also ein Fehler und das Ding wird abgelehnt. So und du kannst es machen. Das Problem an der Sache ist halt, dass es ein sehr kein sehr kurzlebiges Business ist. Das heißt, also kein sehr kurzlebiger Zyklus ist, wenn du einen Förderantrag selber schreibst. Das ist, wenn du es selber schreibst und der wird abgelehnt, dann wartest du drei bis vier Monate, dann kriegst du deine Ablehnung, dann kriegst du ein Feedback auf deine Ablehnung und dann kannst du noch mal neu einreichen. Und das ist halt einfach sehr schnell, dass du dann ein zwei Jahre verloren hast. Also, ich möchte niemanden davon abhalten, das selber zu machen. Ähm, aber wenn du mit jemanden zusammenarbeitest, der das wir machen halt Zick jede Woche und wir kennen alle Insuts, wir haben Insider Wissen, wir haben wir haben unfaires Insider Wissen, weil wir wissen von den Hearings, wer ist drinnen, wer ist wer ist dabei. Wir haben einfach einen gewissen Überblick über die Branche, über die Förderanträge. wissen, was geht auf, was geht zu, wie sind die Budgets, wer entscheidet, was, was ist die Jury und das kannst du dir eh alles reinziehen, aber es wird einfach so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass ich meiner Meinung nach einfach nicht wirklich auszahlt. Also manche Informationen kriegst halt einfach nicht. Ich habe jetzt noch Dankitte. Ich habe jetzt noch eine letzte Frage. Mhm. Äh, eine sehr persönliche Frage, wenn du völlig unabhängig wärst, gell, also finanziell unabhängig, familiär, businesschnisch komplett unabhängig und du hättest auch alle Mittel äh alle finanziellen Mittel zur Verfügung, woran würdest du forschen oder arbeiten? Was würdest du machen? Also, es gibt immer so, das ist interessante Frage, habe ich mir auch schon oft gestellt. Ähm für die, die noch nicht soweit sind, sich die Frage beantworten zu können, ich bin da auch noch nicht hundertprozentig durch. Es fängt immer an mit dem, was will ich nicht. Das ist dann schon mal eine erster Schritt in die Richtung zu sagen, okay, was will ich eigentlich? Weil meistens unser Gehirn ist acht mal besser darin negativ zu denken. Das ist da hilft es dann zu sagen, was will ich den alles nicht? Und wenn du sagst, Zeit spielt keine Rolle, Geld spielt keine Rolle, unabhängig von Ort, Zeit, Menschen und Dingen, was will ich wirklich sind die meisten also, ja, jetzt kann ich mir alles aussuchen, was mache ich denn dann? Keine Ahnung. Und mir kommt dann immer so die Illusion. Ich bin am Strand, ich habe mein Laptop mit und ich mache so mein Ding ohne jetzt, also es wird irgendwas mit Software zu tun haben, es wird irgendwas mit mit Innovation zu tun haben und dann dann denke ich aber genau drüber nach und dann sage ich eigentlich ist es nicht, weil nach zwei Wochen ist mir Fahrt und ich mache das nächste jetzt. Ich kann es immer nur für jetzt sagen, jetzt finde ich es am geilsten, den Podcast zu machen. Ich finde am geilsten mit den Leuten zu reden, die wirklich Innovation machen und einfach mich auf die Reise zu begeben, zu sagen, was heißt das Innovation, was passiert und was mir auch mega interessiert, ist dieses ganze Business, aber auch, weil sehr viel Geopolitik dort damit zusammenspielt. Also diese KI Entwicklung ist ja auch ein sehr, sehr strategisch geopolitisch großes Thema und ähm diese gesamte Technologieentwicklung im im gesamten globalen Impact, das interessiert mich einfach, da brennt mich da, das brennt für mich das Thema. Ähm das geht nicht weg, da da damit würde ich mich auf jeden Fall beschäftigen, jeden Tag, den ganzen Tag. Und deswegen bin ich momentan sehr happy mit den Förderung, weil es in die Richtung geht und mit dem Podcast, weil ich die Leute einfach besser kennenlernen kann und sie fragen kann, was bewegt dich, warum bist du auf die Idee gekommen und und das euch auch zu zeigen und und zu sehen, okay, was ist eigentlich wirkich diese Innovation? Ich finde es voll org, dass du etwas genannt hast, also du hattest jetzt alle Möglichkeiten alles zu sagen. Also ich habe dir die Freiheit gegeben und du sagst genau das, was du eigentlich gerade machst. ist eigentlich voll stark das. Also, es sagt mir irgendwie, dass du vielleicht schon bisschen so dein Traum verwirklichst oder in die richtige Richtung gehst, weil du hättest ja alles gerade sagen können. Es geht in es geht in die Richtung. Ähm ich merke, dass es schon bestimmte Tätigkeiten sind einfach ähm kosten mich mehr Energie als andere. Das nehme ich wahr und da hilft mir halt das Unternehmerische mit dem Ziel, das so aufzubauen, dass ich mich halt auf die Tätigkeiten konzentrieren kann, die mir Spaß machen, die die mir Energie zurückgeben und das ist halt jetzt eben Videos machen, das ist halt jetzt ähm die Strategie von den Förderanträgen austüfteln, also, dass man das technologisch Business den roten Faden ausarbeitet, dann alles selber runterschreiben und die Marktrecherchen und so weiter machen. Ich finde die Ergebnisse cool, aber dafür haben wir auch Leute, die das machen. Das ist wäre jetzt was, wenn ich das jeden Tag den ganzen Tag mache, was auch immer wieder vorkommt, phasenweise ist es was, was einfach Energie mir kostet, aber andere haben Spaß daran und ähm denen dann die Möglichkeit zu geben ähm das zu machen und die lernen was dabei, haben Spaß dabei ist aus unternehmerische Sicht nicht auch großartig, weil du was zurückgeben kannst und vor allem auch z.B. und du machst Sales immer das gleiche sagen in jedem Call. Da bin ich auch von der Persönlichkeit wahrscheinlich dann nicht so nicht so der Typ dazu, aber ist trotzdem geil dann immer wieder neue Leute kennenzulernen. Es geht ja nicht darum, was du sagst, sondern die Projekte, die Leute die du kennenlernst. Ich liebe einfach Business Development und Sales. Ich bin jedes Mal begeistert, wenn wenn ich mit irgendjemanden rede und der irgendeine Idee hat und ich denke dann stundenl stundenlang darüber nach. Ich glaube, das ist so diese Energy, dieses neue und immer wieder was anderes. Das gibt gibt auch voll Energy. Ja, das das muss ich schon noch sagen. Man hört ja immer so die harte Schule, also wenn du dir da manche Consultanz draußen anhörst oder wie wie sagt man Coaches dann so, du musst dein Verkaufsskript haben und du musst dein Systemvertrieb haben und du musst deine Zahlen fahren und jeder muss immer das gleiche sagen und keiner darf was anderes sagen. Ich glaube, das funktioniert. ne, aber es ist halt brutal anstrengend und ähm das einfach zu tun und immer und immer wieder das gleiche zu performen, das kann funktionieren, ist aber super anstrengend und ich bin schon bisschen influenced auch von der Richtung, weil wir wollen auch ein bisschen einen Systemtrieb logischerweise aufbauen. Auf der anderen Seite ist es halt die Persönlichkeiten, die da kommen, das schon cool, also dann mit den Leuten zu reden und dann zu ergründen, was ist eigentlich wirklich das, was sie machen wollen, was ist eigentlich wirklich das Problem, was sie lösen wollen, denen dann auch so ein bisschen zu helfen, das klarer zu formulieren und so weiter. Das ist schon mega. Ähm, also da finde ich mich auf jeden Fall wieder. Ich bin gespannt, wo wohin es geht mit deiner Reise. Vielen vielen Dank, dass du Zeit genommen hast. Ich hoffe, wir können ähm wir können wieder reden und bis dahin hoffe ich, dass wir oder du auch oder die Kubite gute Projekte kriegt und ja, dass die next Startups in Österreich groß werden. Auf jeden Fall, ich glaube, das können wir in Österreich sehr, sehr gut brauchen. Wir versuchen da einfach mitzuhelfen, dass das so ist, dass die dass die guten Startups größer werden und deswegen sind wir dran. Danke schön. Danke. Wir sehen uns.